Der Einfluss sozialer Normen auf die Bereitstellung öffentlicher Güter wie dem Klimaschutz

Tue, 08 Oct 2019 08:02:21 +0200
Imagebild Natur. Foto: Singkham
Öffentliche Güter, wie Klima- oder Umweltschutz, sind dadurch gekennzeichnet, dass bei ihnen regelmäßig eine zu niedrige Bereitstellung droht. Wie sich dies beheben lässt, diskutieren Wirtschaftswissenschaftler/innen am 9. und 10. Oktober an der TU Bergakademie Freiberg.

Die Unterversorgung mit öffentlichen Gütern ist in verschiedenen Bereichen ein ernsthaftes Problem. Eines der prominentesten Beispiele ist der Klimaschutz. Da Klimaschutzprojekte nicht kostenlos sind, ziehen es die Akteure vor, von den Klimaschutzmaßnahmen anderer zu profitieren ohne selbst einen Beitrag zu leisten. Das führt dazu, dass Akteure öffentliche Güter nicht in einer gesellschaftlich effizienten Menge bereitstellen und dadurch insgesamt zu wenige Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Die Volkswirte der TU Freiberg untersuchen und entwickeln verschiedene Ansätze zur Steigerung der Bereitstellung dieser „Güter“ auf ein effizientes Niveau. Dabei betrachten sie insbesondere die Rolle gesellschaftlicher beziehungsweise sozialer Normen, die in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus gerückt sind.

Diese stellen unabhängig von staatlichen Eingriffen (wie beispielsweise die Erhebung von Steuern), eine Möglichkeit dar, die Bereitstellung öffentlicher Güter zu steigern und damit zum Beispiel das Problem des Klimawandels zu entschärfen. Hinsichtlich der Wirkungsweisen dieser Normen und der Bestimmung ihres Potentials zur Bekämpfung ernsthafter Probleme besteht noch ein sehr großer Forschungsbedarf.

Daher bringen Wirtschaftswissenschaftler/innen verschiedener Einrichtungen bei dem internationalen von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Workshop ihr Wissen zusammen, um die die Funktionsweise sozialer Normen und deren Potentiale zur Bekämpfung ernsthafter Probleme wie dem Klimawandel zu diskutieren. Ziel ist es, empirische und theoretische Ansätze miteinander zu verknüpfen.

Der Workshop findet im Krügerhaus statt und wird gemeinsam von Prof. Dr. Dirk Rübbelke (TU Freiberg), Prof. Dr. Wolfgang Buchholz (Universität Regensburg) und Dr. Christiane Reif (Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS) organisiert.


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Aufgabe des Career Centers unter dem Dach der Graduierten- und Forschungsakademie ist es, Studierende und Absolventen aller Fachrichtungen dabei zu unterstützen, sich mit der Arbeitswelt und deren Anforderungen vertraut zu machen. Als zentrale Service-Einrichtung der TU Bergakademie Freiberg sind wir Ansprechpartner für Studierende und Absolventen, die sich auf ihren Berufseinstieg vorbereiten und für Arbeitgeber, die auf der Suche nach hochqualifizierten Nachwuchskräften sind.